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Die malerisch zerklüftete, kreidezeitliche Erosionslandschaft des Elbsandsteingebirges mit ihrem faszinierenden Mikroklima birgt einen wahren Schatz seltener Tier- und Pflanzenarten und damit verbunden auch Mythologien und Legenden. In der germanischen ist die Walderdbeere mit der Göttin Frigg verknüpft. Sie soll die toten Kinder in Erdbeeren versteckt haben, um sie dann unentdeckt mit nach Walhall nehmen zu können. Einer Legende zufolge soll die Gottesmutter Maria einmal im Jahr vom Paradies auf die Erde herabsteigen, um dort Erdbeeren für die verstorbenen und nun im Paradies lebenden Kinder zu sammeln.

Heimische Bäume

Apfelbaum (Neupflanzung), Pflaumenbaum (Neupflanzung), Sal-Weide (Neupflanzung)

In der christlichen Mythologie wird die Weide vielfach als Keuschheitssymbol betrachtet, da fälschlicherweise angenommen wurde, Weiden seien unfruchtbar. Dieser Mythos beruht darauf, dass die Zweihäusigkeit der Weiden nicht erkannt wurde. Es ist demzufolge nicht verwunderlich, dass männliche Individuen keine Samen produzieren. In katholischen Kirchen werden zu Ostern die sogenannten Palmkätzchen geweiht, welche als Schutzamulette für Haus und Familie gelten (BEUCHERT 2004).
Schon bei den Kelten galt er als Baum der Unsterblichkeit. Das geheimnisvolle Avalon wurde nach ihm benannt: Avalon bedeutet so viel wie Apfelinsel. Die Kelten verbanden den Apfel auch mit der Wiedergeburt und gaben den Toten häufig Äpfel mit in die Gräber. Aber auch in vielen anderen Kulturen galt der Apfelbaum als heilig, bis heute symbolisiert seine Frucht die Liebe, die Fruchtbarkeit und das Leben. Im christlichen Glauben wird er mit dem Paradies in Verbindung gebracht, mit Wissen und mit Versuchung.
Der Pflaumenbaum war bereits bei den alten Griechen und Römern bekannt. Er vereint feurige Attribute wie Flammenmuster, Dornen und Spitzen mit erdigen Eigenschaften wie Rundheit, Dichte, Festigkeit und Konzentration. Im fernen Osten gilt er als Baum der Erkenntnis. Die Blüten stehen für Frühling, Jugend und Reinheit. Die prallen, saftigen Früchtchen versprechen viel Glück und Erfolg, vor allem bei Angelegenheiten, die die Liebe, das Vergnügen und den Genuss betreffen

Heimische Sträucher

Efeu, Wilder Wein, Brombeeren, Himbeere, Gemeiner Liguster

„Bei den Ägyptern galt der Efeu wegen seinen immergrünen Blättern und seiner Langlebigkeit als Symbol für die Ewigkeit. Dies galt auch bei den frühen Christen, welche ihre Toten auf Efeu betteten, um das Himmelreich zu gewinnen. Bei den alten Griechen wurde mit einem Efeukranz bei Feldherren, Dichtern und Olympiasiegern höchste Wertschätzung ausgedrückt. Neben der Weinrebe war der Efeu Attribut der Weingötter Dionysos und Bacchus.“

„Die Weinrebe wird Dionysos, dem griechischen Gott der Fruchtbarkeit, des Weins und der ausgelassenen Lebensfreude, zugeschrieben. Zu Anthesterien, ein Fest zu Ehren des Weingottes, tranken Dionysos’ meist weibliche Anhänger den Wein, der für Dionysos‘ Blut steht. Durch seine belebende Wirkung wurden die Trinkenden ausgelassen und vergaßen ihre Sorgen. Allerdings wurden nach dem Weingenuss die Triebe meist unkontrollierbar und schamlos ausgelebt.“ Heute steht die Weinrebe in der Pflanzensymbolik für Fruchtbarkeit, Reichtum und Lebensfreude.
„In der germanischen Mythologie wurde die Brombeere auch „Hirschbeere“ (R.Löwe: Germanische Pflanzennamen) genannt. Sie wurde gerne von Hirschen gefressen und war ihnen mythologisch zugeordnet. Nach alten Legenden sollte das Durchkriechen durch eine Brombeerhecke allerlei bewirken: in die Zukunft schauen, Krankheiten loswerden, Verborgenes sehen. Einer anderen Legende nach, die Richard Wagner (1813 -1883) in er Oper „Tristan und Isolde“, die 1865 uraufgeführt wurde, wuchsen aus dem Grab von Tristan und Isolde zwei Brombeersträucher.“
In der griechischen Mythologie stehen Rosen für Liebe, Anmut und blühendes Leben. Dementsprechend sind sie Gottheiten wie Aphrodite und Adonis zugeordnet. Der Mythos berichtet, bei Aphrodites Geburt aus dem Meer habe sich der Schaum der Brandung schützend um ihre Hüften gelegt und sich alsbald in blühende Rosen verwandelt.

Heimische krautartige Pflanzen und Stauden

Akelei, Bärlauch, Brennnessel,Dost, Melisse, Pfefferminze, Wermuth, Salbei, Katzenminze, Beinwell, Ringelblume, Liebstöckel, Bohnenkraut, Schnittlauch, Borretsch, Rosmarin, Majoran, Kapuzienerkresse und Walderdbeere

In der germanischen Mythologie ist die Walderdbeere mit der Göttin Frigg verknüpft. Sie soll die toten Kinder in Erdbeeren versteckt haben, um sie dann unentdeckt mit nach Walhall nehmen zu können.

Einer Legende zufolge soll die Gottesmutter Maria einmal im Jahr vom Paradies auf die Erde herabsteigen, um dort Erdbeeren für die verstorbenen und nun im Paradies lebenden Kinder zu sammeln.

Die Griechen meinten auch, dass weise Männer ihr gutes Gedächtnis diesem Kraut zu verdanken haben. Dieser Glaube wurde im Mittelalter noch verstärkt. Da hieß es, dass man nur jeden Tag etwas Salbei zu sich nehmen sollte, um Unsterblichkeit zu erlangen. Sogar heute wird noch die alte Tradition gepflegt, Salbei zu verbrennen, um das Haus zu reinigen und negative Energie zu vertreiben. Das habe ich selber noch nicht ausprobiert, aber einen Versuch ist es sicher mal wert. Quelle: ellerepublic.de

Als wohlriechende Pflanze spielte der Rosmarin schon im Götterkult der Antike eine bedeutende Rolle. Er galt als ein Geschenk der Aphrodite an die Menschen. Deshalb bekränzte man ihre Statuen und die anderer Götter mit den aromatischen Zweigen oder verbrannte sie auf den Altären. Weil das stark duftende Kraut in dem Ruf stand, das Erinnerungsvermögen zu stärken, wurde es auch zum Symbol der Treue zwischen Liebenden und hatte einen festen Platz in Hochzeits- ebenso wie in Bestattungszeremonien. Quelle: www.tagesspiegel.de

Heimische Wiesenblumen

Acker-Vergissmeinnicht, Blutroter Storchschnabel, Duftveilchen, Echte Kamille, Echtes Labkraut, Gamander-Ehrenpreis, Gemeine Schafgarbe, Gemeiner Frauenmantel, Hornklee, Ferkelkraut, Wiesenklee, Brunelle, Günsel, Helm-Knabenkraut, Fette Henne, Klatschmohn, Kleiner Wiesenknopf,, Kleines Schneeglöckchen, Kornblume, Kuckucks-Lichtnelke, Leberblümchen, Löwenzahn, Wiesenklee, Sauerampfer, Spitzwegerich, Sumpf-Vergissmeinnicht, Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Margerite, Wiesen-Pippau, Wiesen-Salbei, Wiesen-Schlüsselblume, Wilde Malve, Wilde Möhre

Eine Geschichte aus der griechischen Mythologie erzählt von einem Mädchen, das sich in Apollo, den Sonnengott verliebt hatte. Doch die Kraft seiner Strahlen ließ sie dahin schmelzen und an ihrer Stelle wuchs eine Ringelblume. Mit Trauer und Tod wurde die Blume auch immer in Verbindung gebracht und daher auch Totenblume genannt. Sie war über lange Zeiten ein beliebter Blumenschmuck in unseren Friedhöfen.
Für die germanischen Stämme verkörperte der Wegerich, die wieder aus der Unterwelt ans Licht getretenen Seelen, die nun den Menschen auf der Erde nachfolgten. Auch für die Griechen und Römer war der Wegerich mit der Unterwelt verbunden: mit Orkus und seiner Tochter Proserpina.

Pflanzen rund um den Teich

Pfennigkraut, Wasserminze, Froschlöffel, Sumpf-Vergissmeinnicht und Storchenschnabel

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